1914 - 100-jähriges Jubiläum

Durch das Vermächtnis des Elberfelder Bürgers August Ball erhielt die Bergische Bibelgesellschaft 1882 ein eigenes Haus in der Morianstraße 28, in der Nachbarschaft der Lutherischen Kirche am Kolk. Bis zur Zerstörung des Hauses 1943 tat sie von hier aus ihren Dienst. Zwischen 1890 und 1914 stieg die Zahl der jährlich verbreiteten Bibeln und Bibelteile von 37600 auf 117437. Im Jahr ihres hunderjährigen Bestehens 1914 waren es 634.645 Bibeln und Bibelteile, die verkauft oder verteilt wurden, wiederum vor allem an Soldaten.


Verkaufsraum im Bibelhaus
in der Morianstraße
 

Sitzungszimmer und Bibelarchiv
in der Morianstraße

Zum 100jährigen Jubiläum der Bibelgesellschaft sagte der damalige Missionsdirektor der Rheinischen Mission:

"Es sind die gleichen Ziele, die wir erstreben. wir wollen das Reich Gottes bauen hier und draußen. Sie säen den guten Lebenssamen des göttlichen Wortes in nun 100jähriger Arbeit aus durch Druck und Verbreitung von Bibelteilen hier und zum Teil auch schon draußen unter den Völkern."

Er erinnerte an die gemeinsamen Wurzeln von Bibelgesellschaft und Rheinischer Mission in der Elberfelder Missionsgesellschaft und dankte für die Unterstützung der Missionsarbeit durch die Herausgabe von Bibelübersetzungen in der Namasprache und in der Ovambosprache für Christinnen und Christen im Südwesten Afrikas.

Die nächsten Jahre in der Zeit der Weimarer Republik und unter der Herrschaft der Nationalsozialisten waren gekennzeichnet durch ein Auf- und Ab, das der wirtschaftlichen Entwicklung folgte und dann durch immer weiter eingeengte Wirkungsmöglichkeiten, bis die Arbeit ganz zum Erliegen kam.